Die Ausstellung „Unter die Erde – unter die Haut“ untersucht auf radikale Weise die Themen Verletzlichkeit und gesellschaftliche Grenzerfahrungen. Im ehemaligen Bunker des Kulturbahnhofs Jena werden Werke gezeigt, die genau diese Schutzmechanismen hinterfragen. Die Künstler*innen beschäftigen sich mit realen Verletzungen – sei es durch Krieg, Zensur oder soziale Isolation – und fordern dazu auf, diese Mauern nicht nur als physische Barrieren, sondern als tiefgreifende gesellschaftliche Grenzen zu verstehen.
Gezeigt werden u.a. ein Film-Essay der kanadischen Künstlerin Vanessa Gravenor, die während des Charlie-Hebdo-Angriffs 2015 angeschossen wurde, und Fotografien von Wiebke Schwarzhans, die die Oberfläche von Schaufenstern als Schnittstelle zwischen Begehren und Isolation thematisiert. Werke von Künstler*innen wie Sarah Bernauer und Katja Pilipenko setzen sich kritisch mit den physischen und psychischen Folgen einer zunehmend abgeschotteten Welt auseinander.
Kuratorin: Franziska Glozer
Ausstellende Künstler*innen: Sarah Bernauer, Anna Lena Grau, Vanessa Gravenor, Sophie Leitenmayer, Wiebke Schwarzhans, Marija Petrovic, Katja Pilipenko
Eröffnung: 5. Oktober 2024, 16:00 Uhr
Finissage: 20. Oktober 2024, ab 14:00 Uhr
Weitere Öffnungszeiten auf Anfrage via
E-Mail: jenartjena@gmail.com
